24. 7. 2023

Škoda Group liefert bis zu 40 neue Straßenbahnen für Kassel, Deutschland

In einer weiteren deutschen Stadt werden Fahrgäste künftig Škoda-Straßenbahnen nutzen. Der Aufsichtsrat der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) hat bei der Škoda Group 22 neue 30-Meter-Zweiwege-Straßenbahnen bestellt und kann optional bis zu 18 weitere Straßenbahnen ordern. Der Auftragspreis (ohne Option) beträgt 88 Millionen Euro und ist die größte Fahrzeuginvestition in der Geschichte der KVG. Die Auslieferung der ersten Straßenbahnen ist für 2026 geplant.

Bald wird eine weitere deutsche Stadt unsere neuen Škoda-Straßenbahnen nutzen. Ich freue mich, dass sich die KVG für unsere Lösung entschieden hat und wir mit der Arbeit an den neuen Straßenbahnen beginnen können, die mit unserem auf der Messe InnoTrans 2022 vorgestellten Antikollisionssystem ausgestattet sein werden“, sagte Jan Christoph Harder, President Region West Škoda Group.

Jan Christoph Harder, President Region West Škoda Group

„Ein effizienter und attraktiver Schienennahverkehr sorgt für eine nachhaltige Lebensqualität in den Städten. Dafür brauchen wir eine starke Flotte. Škoda produziert ausgereifte und zuverlässige Straßenbahnen und hat das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Dieser Auftrag ebnet den Weg für eine schrittweise Modernisierung unseres öffentliches Verkehrssystems, denn er ist die Voraussetzung für eine Mobilitätswende in Kassel und Umgebung.

Dr. Olaf Hornfeck, člen představenstva KVG

Der öffentliche Nahverkehr in Kassel basiert eben auf der Straßenbahn. Sie befördert 48 Millionen Passagiere pro Jahr, das sind 80 Prozent des gesamten Passagieraufkommens. Der übrige Verkehr wird mit Bussen und Bahnen abgewickelt.

 

Der Produktionsstart der neuen Zweirichtungsstraßenbahnen für Kassel ist für Ende 2024 geplant. Wie die bestehenden Straßenbahnen werden auch die neuen Fahrzeuge 30 m lang sein und über eine Albert-Kupplung verfügen, an die ein zusätzlicher Triebwagen oder Anhänger angehängt werden kann. Alle Straßenbahnen wird auf jeder Seite vier Türen zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste haben und natürlich niederflurig sein, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität das Ein- und Aussteigen zu erleichtern.

 

Das Antikollisionssystem wird den Fahrgästen ein höheres Maß an Sicherheit bieten

Die Straßenbahnen für Kassel werden zu den ersten aus der Produktion der Škoda Group gehören, die mit dem fortschrittlichen Antikollisionssystem von Škoda ausgestattet sind, das die Sicherheit erhöht und Fahrgäste und Fußgänger schützt. Die Einbeziehung dieser Technologie ist ein Beweis für die klare Ausrichtung der Škoda Group auf Innovation und ihr Engagement für die Sicherheit der Fahrgäste. Škoda hat dieses neue Sicherheitsmerkmal erstmals auf der Messe InnoTrans 2022 vorgestellt.

 

Das neue Antikollisionssystem der Škoda Group erzeugt einen virtuellen Tunnel vor der Straßenbahn, in dem es alle statischen und dynamischen Hindernisse erkennt und bei Erkennen eines solchen den Fahrer warnt und die Notbremse aktiviert. Die gesamte Umgebung wird von einer Sensoreinheit beobachtet, die ein LiDAR, eine IMU-Einheit und eine Kamera umfasst. LiDAR ist für die 3D-Kartierung der Umgebung in einem Bereich von 100-150 m zuständig, sowohl in horizontalen als auch in vertikalen Sichtfeldern. Die IMU-Einheit speist Informationen über die Fahrzeugbewegung in das System ein und trägt so dazu bei, dass der Sensorausgang des Antikollisionssystems das Streckenprofil wiedergibt. Die Kamera liefert hochauflösende 2D-Bilder, die mehr Details erfassen.

 

Betriebsaufnahme im Jahr 2027

Die Auslieferung der ersten Straßenbahn nach Kassel ist für 2026 geplant. Anschließend sollten technische Tests und Versuche auf den Straßen der Stadt durchgeführt werden. Nach der Genehmigung durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) des Regierungspräsidiums Darmstadt können die ersten neuen Straßenbahnen ab 2027 in den Linienbetrieb gehen. Sie verkehren im Stadtnetz der KVG, zu dem neben Kassel auch Vellmar, Baunatal, Lossetal und weitere angrenzende Gebiete gehören.

 

Die Straßenbahnen der Škoda Group fahren gegenwärtig in Deutschland, zum Beispiel in Chemnitz, Schöneich und sieben weiteren Städten, in denen Škoda derzeit neue Fahrzeuge produziert.

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