Kontakt für Medien
27. 6. 2013
Neue SKODA-Lok 109E nach Tschechiens Olympialegende

Die neue Lokomotive 109E des tschechischen Herstellers Škoda Transportation wurde heute feierlich auf dem Hauptbahnhof in Prag getauft. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und Leistung wurde die Lokomotive nach dem berühmtesten tschechischen Langstreckenläufer und dreifachen Olympiasieger Emil Zátopek benannt. Der Rolle der Taufpatin der modernesten tschechischen Lokomotive übernahm die Frau des berühmten Sportlers Dana Zátopková. Die Lokomotive erhielt ebenfalls die Typenzulassung des Eisenbahnamtes für den Betrieb in der Tschechischen Republik.

Emil Zátopek ist einer der bedeutendsten tschechischen Sportler. Vor mehr als sechzig Jahren gewann er bei den Olympischen Spielen in Helsinki dreimal Gold in Langstreckendisziplinen (5 km, 10 km und Marathon). Diese einzigartige Sportleistung und diesen Rekord hat in der Geschichte des Weltsportes bisher noch niemand gebrochen. „Es ist für uns eine Ehre, dass wir unsere neue Lokomotive gerade nach dieser Legende des tschechischen und internationalen Sports benennen können. Emil Zátopek erhielt in der Welt den Spitznamen “die tschechische Lokomotive” und wir sind fest davon überzeugt, dass auch unsere Lokomotive das internationale Image der Tschechischen Republik ähnlich wie damals Emil Zátopek fördern wird,“ sagt Josef Bernard, Generaldirektor der Firma Škoda Transportation.
Die Lokomotive Emil Zátopek ist die neueste Dreisystem-Hochgeschwindigkeitsmaschine, die für einen Betrieb von bis zu 200 Kilometer pro Stunde bestimmt ist. Es handelt sich um eine der leistungsstärksten Lokomotiven auf der Welt in der Kategorie der Vierachs-Lokomotiven. Ihre maximale Leistung beträgt ungefähr 7.200 kW in allen Speisesystemen, sofern es das Speisungsnetz erlaubt. Weitere Vorteile der Lokomotive sind ihre Zuverlässigkeit, ein niedriger Energieverbrauch und Umweltfreundlichkeit. Die Lokomotive erfüllt auch die neuesten Anforderungen und Vorschriften der Europäischen Union, insbesondere im Hinblick auf die Betriebssicherheit.
„Nicht lange, nachdem unsere Lokomotive als die zweite weltweit das Zertifikat TSI High Speed RST erhielt, erwarb sie auch die Typenzulassung des tschechischen Eisenbahnamtes, der eine gründliche Überprüfung im Probebetrieb auf den Strecken der Tschechischen Republik vorausging. Emil Zátopek ist somit eine der ersten Lokomotiven, welche die neusten Anforderungen und Vorschriften der Europäischen Union, insbesondere im Hinblick auf die Betriebssicherheit, erfüllen. Gleichzeitig ist die Lokomotive in der Lage, Gebiete mit unterschiedlichen Speisesystemen zu durchfahren,“ ergänzt Josef Bernard.
Die Lokomotive ist für den Betrieb auf den Strecken der Eisenbahnkorridore in allen Nachbarländern der Tschechischen Republik sowie in Ungarn bestimmt. Die technische Ausführung der Lokomotiven entspricht den spezifischen Streckenbedingungen und den Speisesystemen mit der Wechselspannung von 25 kV/50 Hz oder 15 kV/16,7 Hz sowie mit der Gleichstromspannung von 3 kV. „Eine vollständige Zulassung in Österreich und in Polen erwarten wir während des Sommers 2013. In Ungarn sollte sie im Herbst 2013 verlaufen und bis zum Ende dieses Jahres wird die Zulassung auch in Deutschland erwartet,“ ergänzt Josef Bernard.
Die komplette Entwicklung sowie die Herstellung der neuen Lokomotive fanden in der Pilsner Firma Škoda Transportation statt. Das Unternehmen investierte in die Produktion bisher fast eine Milliarde Kronen. Von den hohen Anforderungen der Produktion zeugt auch die Tatsache, dass die Lokomotive über mehr als zehntausend elektrische Ankopplungen und Verbindungen verfügt und es führen in ihr ungefähr dreißig Kilometer lange Kabel. Bei der Herstellung verwendete die Škoda Transportation die modernsten Materialien – beispielsweise Faden-Verbundstoffe die denjenigen ähnlich sind, die bei Formel-1-Wagen verwendet werden.
Die Tschechische Bahn (České dráhy) bestellte bisher zwanzig dieser Lokomotiven und einige wurden auch von der Slowakischen Bahn (Slovenské dráhy) geordert. „Interesse an unseren Lokomotiven herrscht aber auch im Ausland, hoffnungsvoll scheint sogar ein Eintritt auf die westeuropäischen Märkte zu sein. Gegenwärtig werden Lieferungen von ungefähr vierzig Lokomotiven für drei verschiede Kunden verhandelt,“ fügt Josef Bernard bei. Die Lokomotive Emil Zátopek knüpft an die langjährige Tradition der Herstellung von Elektrolokomotiven an, von denen die Pilsner Firma Škoda Transportation schon mehr als 5.500 auf den Markt lieferte.
Škoda Transportation
Die Firma Škoda Transportation ist eine der führenden europäischen Gesellschaften in Bereich des Verkehrsmaschinenbaus. Zu ihren Produkten gehören vor allem Niederflur-Straßenbahnen, elektrische Lokomotiven, Vorortzugeinheiten, U-Bahnen, O-Busse, aber auch Traktionsmotoren oder komplette Antriebe für Verkehrssysteme. Die Erträge der Gruppe bewegen sich alljährlich in einem Bereich von 15 Milliarden tschechischen Kronen und die Gruppe beschäftigt schon mehrere Jahre stabil ungefähr viertausend Menschen. Škoda Transportation hat mehrere Tochtergesellschaften und Joint Ventures nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch in China, Polen und Ungarn. Nur dank den hohen Investitionen in die Forschung und Entwicklung kann Škoda Transportation regelmäßig auf den Markt mit neuen und modernen Produkten kommen, welche erfolgreich ihren Platz auf ausländischen Märkten finden. In die Forschung und Entwicklung investierte die Firma in den letzten drei Jahren über drei Milliarden Kronen. Mehr unter: www.skoda.cz
Emil Zátopek (1922 – 2000)
Die internationale Läuferkarriere von Emil Zátopek begann mit seinem ersten großen Erfolg bei den Olympischen Spielen 1948 in London, bei denen der die Goldmedaille über 10 Kilometer gewann. Seinen großen Triumph erlebte Zátopek bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, wo er insgesamt drei Goldmedaillen für Tschechien holte, uns zwar in den Disziplinen 5km-Lauf, 10km-Lauf und im Marathon. Legendär war Zátopeks Laufstil, für den er bald den Spitznamen „Tschechische Lokomotive” bekam.
Zátopek wurde vielfach geehrt und unter anderem zum tschechischen Athleten des Jahrhunderts gewählt. Er starb im Jahr 2000 im Alter von 78 Jahren in Prag.
Weitere Informationen:
Lubomíra Černá Alexander Zach
Pressesprecherin Konzernzentrale Pressekontakt für deutschsprachige Länder
Škoda Transportation
Tel.: +420 737 281 550 Tel.: +43 676 503 43 74